Kurse für Angehörig
Viele Menschen sehen sich im Laufe ihres Lebens vor die Tatsache gestellt, dass sie oft von einem Tag auf den anderen einen ihrer Angehörigen pflegen müssen. Ambulante Pflegedienste können dabei nur unterstützend wirken, den größten Teil der Pflegeleistungen übernehmen die Angehörigen des Pflegebedürftigen. Für viele stellt dies eine physische und psychische Belastung dar, mit der sie erst lernen müssen umzugehen. Selten kommen pflegende Angehörige aus den entsprechenden Berufen und so gesellt sich zu all den Problemen die Angst, etwas falsch zu machen und dem Pflegebedürftigen eventuell zu schaden. Die Mehrzahl der Angehörigen fühlt sich überfordert und teilweise allein gelassen.
Umso wichtiger ist es, dass für pflegende Angehörige die Möglichkeit besteht, sich Hilfe zu holen. In Kursen für Angehörige von ambulanten Pflegediensten werden unterstützende Maßnahmen angeboten, die es ermöglichen sollen, den Pflegenden zu unterstützen. Sie sollen diese Menschen befähigen, die Pflegeleistungen auch über längere Zeiträume auszuführen, ohne selbst körperlichen oder seelischen Schaden zu nehmen. Oft hilft ein Erfahrungsaustausch mit Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden. Auch bestimmte Handgriffe, die zum Beispiel das Lagern eines bettlägerigen Angehörigen erleichtern, lassen sich lernen.
Nicht zuletzt helfen Informationen zur richtigen Ernährung, der Medikamentengabe und anderer wichtiger Fragen den Angehörigen, mit den Situationen besser umgehen zu können.